Rechtliche Grundlage in Deutschland
Eltern dürfen minderjährige Kinder grundsätzlich orten — das fällt unter die elterliche Fürsorge (§ 1626 BGB). Einschränkungen gibt es bei Trackern mit Abhörfunktion: Geräte, die unbemerkt Umgebungsgeräusche aufnehmen können, sind in Deutschland nach § 90 TKG verboten. Die Bundesnetzagentur hat hier wiederholt durchgegriffen.
Datenschutz: Wo landen die Standortdaten?
Prüfe, ob der Anbieter Daten in der EU speichert (DSGVO-konform). Wichtig sind außerdem: Möglichkeit zur Datenlöschung, keine Weitergabe an Dritte und transparente Nutzungsbedingungen. Anbieter mit Serverstandort außerhalb der EU erfüllen diese Anforderungen oft nicht vollständig.
Ab welchem Alter ist Tracking sinnvoll?
Die meisten Eltern beginnen mit dem Schulstart, wenn das Kind erstmals eigenständig unterwegs ist. Mit zunehmendem Alter sollte das Tracking transparenter werden — erkläre dem Kind, warum der Tracker da ist und wie er funktioniert. Ab etwa 12 Jahren sollte man gemeinsam entscheiden, ob das Tracking noch nötig ist.
Smartwatch vs. Mini-Tracker: Datenschutz-Perspektive
Smartwatches sammeln mehr Daten (Anrufe, Nachrichten, Schrittzähler), Mini-Tracker nur den Standort. Aus Datenschutz-Sicht ist ein reiner Standort-Tracker die minimalinvasivere Lösung. Smartwatches bieten dafür Kommunikationsmöglichkeiten, die in Notfällen hilfreich sein können.